Mecker und Muh!

Ich stelle Euch hiermit mal wieder zwei meiner gehäkelten Tierchen vor. In Auftrag gegeben von zwei Freundinnen für ein kleines noch recht frisch geschlüpftes Zwillingspärchen aus dem Zillertal. Die Beiden wachsen auf dem Land auf und sollten daher „passende“ kleine Tiere bekommen.

Wir haben uns relativ schnell darauf geeinigt, dass eines von beiden die süße Ziege Lisa von dionedesign sein sollte, da ich mir die Anleitung dafür schon vor längerer Zeit mal zugelegt hatte. Inzwischen kann ich die meisten Tiere ja auch schon selbst entwerfen, aber die Anleitung wollte ich da auf jeden Fall noch haben. Außerdem ist es auch schön, es sich so komplett einfach zu machen und von Anfang bis Ende mit allen Details nach Anleitung zu arbeiten. Als zweites habe ich auch bei dionedesign einen Bullen gesehen, der super passend dazu aussah. Allerdings sieht er von der Grundform genauso aus, nur mit anderen Farben und Details, daher habe ich ihn einfach nach Gefühl nachgehäkelt.

ziegeundbulle04Die Anleitung war sehr schön gearbeitet, daher hatte ich keine großen Probleme die vielen Einzelteile der zwei Tierchen zu häkeln. Nur den Körper würde ich persönlich nächstesmal ein wenig anders häkeln, da er sehr langgezogen ist und es so etwas schwer ist den Kopf gut zu befestigen, ohne dass das Plüschi jedesmal so „buckelig“ wirkt. Aber für dieses Mal war es ok für mich.

Ich hatte noch eine größere Aufgabe: Die „Endempfänger“ sind ja nunmal noch richtig klein und selbst wenn sie eigentlich eher fürs Regal gedacht sind und die Kleinen erst später mal an die Tiere ran dürfen, müssen diese dann im Falle des Falles trotzdem so einigem standhalten.

Also..

  • habe ich zu allererst weiche und ökologische Baumwolle benutzt und zertifiziertes Füllmaterial, damit notfalls auchmal darauf rumgekaut werden kann. Zudem kann alles auf jeden Fall bei 40° gewaschen werden
  • habe ich alles doppelt und dreifach vernäht, damit auch kräftiges Ziehen an irgendwelchen Einzelteilen möglichst nicht zum Abreißen führt
  • Habe ich die Details wie den Ziegenbart aus Luftmaschenketten gearbeitet und gut vernäht, damit keine einzelnen Fäden herausstehen, die womöglich dann doch herausgezogen und verschluckt werden könnten
  • habe ich keine Plastikaugen verwendet (Sicherheitsaugen hin oder her, bei so kleinen Kindern hab ich da einfach kein gutes Gefühl), sondern sie aufgestickt

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Letzteres war meine größte Herausforderung. Wie Ihr wisst, liebe ich ja eigentlich alle Arten von Handarbeiten und kreativen Dingen, aber eines kann ich echt nicht so besonders gut: Sticken. Wenn ich Augen aufsticke, kann ich mir sicher sein, dass die Augen entweder traurig werden oder in alle Möglichen Richtungen schielen. Da komme ich einfach auf keinen grünen Zweig. Sollte hier jemand Tipps für mich haben – immer her damit, die sind gerne gesehen!
Ich versuche immer die Augen genau gleich zu machen, gelingen tut es mir aber selten. Also habe ich auch diesmal bestimmt 10 Paar Augen aufgestickt, bis am Ende zwei Paar herauskamen, mit denen ich halbwegs leben konnte ;-). Bei dem nebenstehenden Bild fehlen noch die Lichtreflexe, aber die Pupillen sind immerhin schonmal fast gleich groß.

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Wie sagt man so schön.. Übung macht den Meister. Und durch meinen „Tausche Wolle gegen Ergebnis“-Deal sorgen gerade so einige Leute aus meinem Umfeld dafür, dass mir die Übung auch nicht ausgeht und Ihr bald neue Ergebnisse bewundern dürft 😉

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